Biografie

Prof. Kurt Freundlinger

 

Geboren am 5. November 1930 in Steyr/OÖ


Studium an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Wien, Abt. Gebrauchsgrafik.


Präsident des internationalen Künstlerclubs art/diagonal, Vertreter Österreichs bei „Europa 24“, Kunstkreis unter dem Patronat des Europarates in Straßburg.

Zahlreiche Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen des In- und Auslandes.

Publikationen:

Publikationen in österreichischen, deutschen und italienischen Kunstzeitschriften und Kunstbüchern, u.a. in „Österreichische Aquarellisten“, „Kurt Freundlinger Leben für die Farbe“, „Die Österreichischen Maler des 20. Jahrhunderts“, „Kunstkalender Volksfürsorge Jupiter“, „20 Jahre Kunst bei Kenst“, „Künstler des C.d.B Kulturzentrum Ursulinenhof Linz“, „25 Jahre Dortmunder Künstlerbund“, „Europa 24“ (1, 2, 3).

Weitere Publikationen neueren Datums:

Art International Contemporary Magazine, Rom, Italien
Issue #1 / January/February 2017 directed by Salvatore Russo

Espacio 120 - Barcelona, Spanien
SALÓN DE PRIMAVERA - SPRING ART SHOW

International Award "Galileo Galilei", Pisa, Italien
The scientist who wanted to be an artist,Jan 2017
curated by Francesco Saverio Russo and Salvatore Russo

International Contemporary Masters - Santa Barbara, USA
World Wide Art Books - Contemporary Art Chronicle
Curated by Despina Tunberg

Original kunSTücke - Bayern, Deutschland
Werkeband zeitgenössicher Künstler - Works of contemporary artists
Kunst ist eine Frage der Perspektive
Exklusive Werke - Präsentation herausragender Künstler-Persönlichkeiten

THE BEST ARTISTS 2016 - Rom, Italien
Modern and Contemporary
curated by Salvatore Russo, Francesco Saverio Russo

Who's Who in Visual Art - Leipzig, Deutschland
101 Top Fine Artists of Our Day
Art Domain Whois Publisher

Winter Salon Strasbourg 2016 - Frankreich
International Contemporary Art Exhibition
8 - 11 December 2016 - Pavillion Joséphine

Ausstellungen:

Neben zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen über 130 Einzelausstellungen u.a. in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Salzburg, Regensburg, München, Augsburg, Stuttgart, Mannheim, Dortmund, Hamm, Bad Hersfeld, Bad Kissinger, Würzburg, Meran, Bozen, Verona, Rom. Liechtenstein, St.Tropez, Paris, Lagos, Aschaffenburg, Darmstadt, Luzern. Basel, Bratislava.


Kurt Freundlinger ist durch nationale und internationale Ausstellungen bekannt und anerkannt. Das zweite vielleicht mehr im Ausland als in Österreich. Freundlinger ist ein Allrounder, einer der vieles macht, sich intensiv mit verschiedenen Medien wie Landschaft, Mensch und Tier auseinandersetzt. Nur eines nicht, eine einmal eingeschlagene und angekommene Richtung der Bildgestaltung bis zur Selbstzerfleischung durchzuziehen, nur um die Kritiker oder Galeristen nicht zu verstimmen. Er ist ein Maler der sich in keiner Weise um Trends und Moderichtungen kümmert. Er verzichtet auch ganz betont auf jede Art von äußerlicher Provokation um auf sich aufmerksam zu machen. Wenn Provokation, dann ist sie in manchen Bildern, aber auch da nicht vordergründig zu finden. Seine Auseinandersetzung mit dem Existenziellen ist wohl gegen die Oberflächen des natürlich-sichtbaren gerichtet, aber nicht gegen die Natur selbst. Natur bleibt für ihn ein wichtiger Orientierungspunkt für seine sehr expressiven und in letzter Zeit immer mehr abstrakten Bildkomponenten. In seinen neuesten Arbeiten, die größtenteils sehr abstrahiert sind, verwendet er eine besondere Technik. Es handelt sich um eine Öltechnik mit Wachsemulsion, kombiniert mit Sand.

Er ist ein Meister der Farbe.

Somit hat seine bereits vor vielen Jahren bestimmte Zielorientierung „Leben für die Farbe“ noch immer Gültigkeit.

 

"Entwicklungsprozesse durch kreative Vielfalt"
von Prof. Dr. Maria Buchsbaum

 

Im Rückblick auf ein bereits sechzigjähriges Schaffen und konfrontiert mit der erreichten Souveränität im Umgang mit Material und Technik gewinnt das Bekenntnis Kurt Freundlingers zur Vielfalt im Experimentellen wie auch im Stilistischen besonderes Gewicht.

Auf der anfänglichen Suche nach Intensivierung von Geschautem und dessen Verdichtung durch Reduktion des Landschafts- und Menschenbildes schuf er eine Parallel-Natur, welche zu Symbolen der Transzendenz alles Lebendigen in einem Fließen und Verfließen von Formen und Farben in vielschichtiger Transparenz mutierte. Deren zunehmende Autonomie führte in nachvollziehbaren Schritten zu Bildstrukturen von beinahe purer Ungegenständlichkeit.

Und doch ist es bloß eine scheinbare, bedingt und eingebunden in die Vielseitigkeit des künstlerischen Konzepts. Nicht nur im Nacheinander, sondern auch im Nebeneinander differenzierter Formfindungen gewinnt die Abstraktion ihre Lebendigkeit, weil ihr Naturwirklichkeit zugrunde liegt. Und die Gegenständlichkeit gewinnt Spiritualität durch abstrahierende Sublimierung.

In der durch Reife gekennzeichneten Schaffensphase, in der sich Freundlinger nun befindet, sind Rückgriffe und Synthesen charakteristisch. Wie könnte es aber bei ihm anders sein, als dass auch überraschend Neues hinzutritt. Hat er bereits früher im Aquarell das Farbgeschehen zeichnerisch-linear durch Tusch-Feder-Eingriffe pointiert, setzt er jetzt im Ölbild mit dem Pinsel dunkelfarbige Lineamente über dynamisch expandierende Farbflächen, wodurch ein formaler Diskurs entsteht, der in das Bild Spannung und damit auch inhaltliche Bewegtheit hineinträgt.

Prof. Dr. Maria Buchsbaum